2000 Jahre bayerische Geschichte im Webseminar

An zwei Abenden führt Franz Kapsner durch die Historie Bayerns
Aufgrund der geäußerten Nachfrage bieten wir die Vorträge "Von den Römern bis zu Söder. 2000 Jahre Bayerische Geschichte" mit dem Referenten Franz Kapsner noch einmal als Online-Veranstaltungen an. Und zwar in zwei Teilen: am Mittwoch, 22. März 2023, 19:00 - 20:30 Uhr Von den Römern bis zu den Bayerischen Königen. Und am Mittwoch, 19. April 2023, 19:00 - 20:30 Uhr Von den Bayerischen Königen bis zur Gegenwart. Bitte melden Sie sich in unserer Geschäftsstelle an (landesverband@kkv-bayern.de)! Sie erhalten dann von dort den Link zur Zoom-Videokonferenz.
Im Jahre 15 v. Ch. ist unser Gebiet von den Römern besetzt worden und sie blieben ca. 500 Jahre. Sie brachten römische Kultur und u.a. das Christentum. Nach ihrem Abzug bildete sich langsam das bayerische Stammesherzogtum heraus. Die Karolinger übernahmen anschließend die Herrschaft (u.a. Karl d. Große). Nach dem Zwischenspiel der Luitpoldinger und Welfen (Heinrich der Löwe gründete 1158 München) folgte die 738 Jahre dauernde Herrschaft der Wittelsbacher. Diese prägten Bayern in ganz besonderer Weise und stellten 2 deutsche Kaiser: Ludwig der Baier (1282/6–1347) und Karl VII. Albrecht (1697–1745).
Anfang des 19. Jh. bekam Bayern im Wesentlichen die heutige Gestalt. 1918 folgt die Revolution mit der Ausrufung des Freistaates Bayern durch Kurt Eisner. Durch den 1. Weltkrieg wurde das Ende der bayrischen Monarchie eingeläutet. Die europäischen Großmächte schlittern wie „Schlafwandler“ (Christopher Clark) in die erste Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Unter den Wirren des Kriegsendes brachen die großen Herrscherhäuser Europas zusammen (z.B. die Wittelsbacher in Bayern). In München verlief die Revolution zunächst (Ende 1918) noch recht „friedlich“. Erst der Einmarsch der „Weißen Armee“ – von der Bamberger Regierung zu Hilfe gerufen – nahm einen unrühmlichen Verlauf (Ende April / Anfang Mai 1919). Die monarchische Zeit wurde in Deutschland von den republikanischen Prinzipien der Weimarer Republik abgelöst. Leider ging dieser demokratische Erstversuch mit dem 3. Reich zu Bruch (Bayern wurde als politische Einheit gleichgeschaltet). Die 12 Jahre des 1000-jährigen Reiches führten Deutschland in die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Aus den Trümmern des 2. Weltkrieges entstand das erfolgreiche föderale Staatengebilde, die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen, und der weniger erfolgreiche Verbund, die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Bayern fand in der BRD als integraler Bestandteil im föderalen System wieder seinen Platz als relativ eigenständiger Freistaat neben den anderen Bundesländern. Eine glückliche Fügung (u.a. Michael Gorbatschow) bescherte Deutschland 1989 die Vereinigung dieser beiden Staaten zur heutigen Bundesrepublik Deutschland.
Neben den geschichtlichen Fakten werden in den Vorträgen auch kunsthistorische Aspekte beleuchtet.