Das Wunderbare im Alltäglichen

KKV Hansa Haus präsentiert zum ersten Mal Werke des Münchners Georg Högel
Noch bis zum 20. Oktober ist im KKV Hansa Haus in München die Ausstellung "Augenblicke" mit Werken von Georg Högel zu sehen. Die 40 Gemälde werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Denn lange durften diese Bilder nur von Familie und Freunden betrachtet werden.
Georg Högel (1919-2014) hat schon als Jugendlicher die Malerei für sich entdeckt. Selbst als Kriegsgefangener zeichnet er weiter. Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München verdiente er seinen Lebensunterhalt als wissenschaftlicher Zeichner. Seine Leiden-schaft für die Malerei übte er in jeder freien Minute aus. Über 2.000 Bilder fertigte er bis zu seinem Lebensende an. Nur wenige verschenkte oder verkaufte er zu Lebzeiten.
Die Enkelin Katharina Högel verwaltet und digitalisierte den Kunstnachlass ihres Großvaters. Sie stellte Aquarelle, Ölgemälde und Zeichnungen mit Motiven aus München und Venedig für die Ausstellung zusammen. Sie zeigen Momente aus dem alltäglichen Leben, die er in unterschiedlichen Situationen und an verschie-denen Orten einfing. Högel war ein ausgezeichneter Beobachter und hatte zu diesem Zweck immer ein Skizzenbuch bei sich, immer bereit, jeden Augenblick festzuhalten. Er hatte die Gabe, jeder noch so unbedeutenden Situation etwas Reizvolles zu verleihen.
Ausstellungsort: KKV Hansa Haus, Brienner Straße 39, 80333 München, www.kkv-hansa-muenchen.de