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KKV Bayern: Eine neue Arbeitskultur aufbauen

Landestreffen 2012 Vorstand
Datum:
Veröffentlicht: 25.10.11
Von:
Dr. Klaus-Stefan Krieger

Der KKV Landesverband Bayern hat das Thema "Die neue Arbeitskultur" als inhaltlichen Schwerpunkt für das kommende Jahr festgelegt.

Bei seinem Landestreffen in Regenstauf hat der KKV Landesverband Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung als inhaltlichen Schwerpunkt für das kommende Jahr das Thema "Die neue Arbeitskultur" festgelegt. Der Landessenat des KKV Bayern – er setzt sich aus dem Landesvorstand, den Vorsitzenden der Ortsvereine und den Diözesanbeauftragten zusammen – hat dazu eine Erklärung verabschiedet.

Bei seinem Landestreffen in Regenstauf hat der KKV Landesverband Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung als inhaltlichen Schwerpunkt für das kommende Jahr das Thema "Die neue Arbeitskultur" festgelegt. Der Landessenat des KKV Bayern – er setzt sich aus dem Landesvorstand, den Vorsitzenden der Ortsvereine und den Diözesanbeauftragten zusammen – hat dazu folgende Erklärung verabschiedet:

"Wirtschaft und Politik sollen sich stärker bemühen, die Umgangskultur im Beruf zu verbessern. Dazu ruft der bayerische Landessenat des KKV Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung auf, der auf der Webseite www.neuearbeitskultur.de Regeln und Bedingungen für eine bessere Unternehmenskultur sammelt und diskutiert. Nachdem früher Maschinen den Wohlstand der Gesellschaft steigerten, geht es nun darum, Technologie anzuwenden. Das jedoch ist keine materielle, strukturierte Arbeit mehr, sondern immaterielle Gedankenarbeit, die tief in die Persönlichkeitsstruktur der Menschen hineinreicht: Planen, beraten, eine Situation analysieren, Neues entwickeln, entscheiden, Information verständlich aufbereiten, in der gigantischen Wissensflut das Wissen finden und anwenden, das man braucht, um ein Problem zu lösen.

Weil man ein Fachgebiet immer weniger überblicken kann, sind wir zunehmend auf das Wissen anderer angewiesen. Produktivität ist nun weniger eine Einzelleistung, sondern hängt ab von der Fähigkeit einer Gruppe, gut zusammenzuarbeiten. Umgang mit Wissen ist aber immer Umgang mit anderen Menschen, die wir unterschiedlich gut kennen, unterschiedlich gerne mögen und mit denen wir unterschiedlich viele berechtigte Interessenskonflikte haben. Dabei entstehen heute die meisten Wohlstandsverluste: Eine destruktive Umgangskultur mit Mobbing, Burn-Out und Statusorientierung schädigt die Gesundheit, drängt Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit und Frühverrentung und belastet so mit die Sozialversicherung und die gesamte Volkswirtschaft. So wie eine bestimmte Dichte an Autos irgendwann feste Verkehrsregeln nötig machte, so bilden sich unter dem schmerzhaften Veränderungsdruck der neuen Anforderung an Arbeit neue Verhaltensmaßstäbe heraus. Sie haben weniger mit Fachkompetenz oder Organisation zu tun, sondern mit ethischer Qualität.

Und wenn man sich anschaut, welche Spielregeln sich da in der Wirtschaft unter Versuch und Irrtum leidvoll herausbilden, dann stellt man fest, dass sie der Ethik des christlichen Evangeliums entsprechen. Diese Regeln müssen klar benannt werden."

Der KKV Landesverband Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung wird diese neuen Regeln der Zusammenarbeit im kommenden Jahr sammeln und im Internet diskutieren: unter der Webadresse www.neuearbeitskultur.de.