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KKV Bayern: Wirtschaft soll zum Ausbau der Kindertagesbetreuung selbst beitragen

Datum:
Veröffentlicht: 28.7.11
Von:
Dr. Klaus-Stefan Krieger

Landesvorsitzender sieht Unternehmen in der Pflicht

"Wenn die Unternehmer einen quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung wünschen, dann sind sie selbst in der Pflicht", kommentiert Dr. Klaus-Stefan Krieger, Vorsitzender des KKV Landesverbandes Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, die Forderungen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vom 19. Juli. So könnten die Unternehmen mehr Betriebskindergärten schaffen. "Dabei könnten sie auch Kooperationen etwa mit den Wohlfahrtsverbänden eingehen. Das Unternehmen baut die Tagesstätte und finanziert die laufenden Kosten, ein Wohlfahrtsverband stellt das Fachpersonal bereit und leistet die pädagogische Arbeit." Kleinere Firmen könnten Tagesmütter einstellen.

Auch bei der Verbesserung der frühkindlichen Bildung sieht Krieger die Arbeitgeber selbst gefordert: "Manches wünschenswerte Angebot ließe sich umsetzen, würde die Wirtschaft die Kindertagesstätten insbesondere freier Träger großzügig sponsern - so wie sie es etwa beim Profisport tut." Statt - laut Bericht des Deutschlandradio vom 19. Juli - die Höhe des Kindergeldes zu kritisieren, solle die Wirtschaft durch Zuwendungen den Ausbau der Kindertagesbetreuung fördern.

Dies entspräche, so Krieger, auch dem Subsidiaritätsprinzip der Sozialen Marktwirtschaft. Ihm zufolge dürfe der Staat dort nicht eingreifen, wo die kleinere Einheit - hier die Unternehmen - ein Problem aus eigener Kraft bewältigen könne. "Es verwundert schon, dass ein Verband, der sonst immer die Eigenverantwortung des Bürgers betont, dort nach dem Staat ruft, wo seine Mitglieder selber aktiv werden könnten."