Landesvorsitzender: „Zuerst muss der Buß- und Bettag wieder Feiertag werden“
KKV Bayern zur Debatte um muslimische Feiertage
„Bevor wir muslimische Feiertag einführen, muss erst einmal der Buß- und Bettag wieder hergestellt werden“, fordert Dr. Klaus-Stefan Krieger, der Vorsitzende des KKV Landesverbandes Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. „Die Banken-, Wirtschafts- und Schuldenkrise hat – unabhängig von ihren ökonomischen Ursachen – gelehrt, dass unsere Gesellschaft mehr Nachdenklichkeit und Verantwortungsbewusstsein, ja Reue und Umkehr benötigt.“ Dafür sei der Buß- und Bettag der geeignete Rahmen, er solle daher als allgemeiner Feiertag wieder eingeführt werden. „Zumal sich seine Abschaffung als arbeitsfreier Tag“, so Krieger, „als unnütz erwiesen hat. Ist doch die Pflegeversicherung inzwischen chronisch unterfinanziert und erbringt die eigentlich erforderlichen Leistung schon lange nicht mehr.“
Muslimischen Arbeitnehmern das Recht einzuräumen, an hohen islamischen Feiertagen Urlaub zu nehmen, befürwortet Krieger. Den diesbezüglichen Vorschlag der Bundesjustizministerin und bayerischen FDP-Vorsitzenden findet er jedoch inkonsequent. „In einer Gesellschaft, in der Menschen aus den verschiedensten Ländern und Religionen leben und arbeiten, muss dieses Recht dann auch Buddhisten, Hinduisten, Baha’i und Shintoisten gewährt werden. Wenig glaubwürdig ist der Vorstoß auch, wenn er von einer Partei kommt, die andererseits den arbeitsfreien Sonntag und die stillen Feiertage wie Karfreitag beschneiden will.“