Meditation zum 2. Fastensonntag 2022

Russlands Krieg gegen die Ukraine beherrschen die Gedanken der Menschen. Mit den Lockerungen der Verhaltensregeln in der Corona-Pandemie hatten viele auf einen Neubeginn des Lebens gehofft, das in etwa so wie früher werden sollte. Nun erstickt erbeut Angst die Hoffnung. Das Sonntags-Evangelium von der Verklärung Jesu auf dem Berg will den Gläubigen Hoffnung geben, sagt Geistlicher Beirat Konrad Herrmann in seiner Meditation. Doch die Hoffnung ist verknüpft mit Jesu Mahnung, sich nicht an die erste Stelle zu setzen und ihm nachzufolgen. "Es gilt das eigene Leben mit den vielfältigen durchkreuzten Lebenswegen auf sich zu nehmen. ... Menschliches Leben bleibt zerbrechlich und ist von Krankheit und Tod gekennzeichnet." "Die Welt kann eben nicht die irdischen Wünsche und die große Sehnsucht der Menschen nach einem gelingenden Leben erfüllen." Herrmann stellt die Frage, ob die Menschen nagesichts dieser Einsicht den Mut haben, "auf den Berg" zu gehen, sprich die Nähe Gottes zu suchen.