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Meditation zum 3. Sonntag 2022

Datum:
Veröffentlicht: 22.1.22
Von:
Klaus-Stefan Krieger

In einer begleitenden E-Mail zu seiner Meditation verweist Geistlicher Beirat Konrad Herrmann auf eine aktuelle Nachricht: Der Oberammergauer Spielleiter Christian Stückl fordert, dass auf der Bühne ein 'energischer Jesus ' auftreten müsse und sagt. 'Ich denke, Jesus muss wieder lauter werden.'" In welcher Weise Jesus sich vernehmlich äußert, führt Herrmann anhand des Evangeloums aus. Jesus liest in der Synagoge von Nazareth aus dem Buch des Propheten Jesaja: "Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen." Jesus bezieht diese Prophezeiung auf sich. Herrmann schreibt: "Mit Jesus beginnt das Wirken des erwarteten Messias, Christus. Aber dieser Christus lässt sich nicht von den Großen feiern, sondern fordert Einsatz für Arme, Kranke, Gefangene und Unterdrückte. Daran erkennt man alle, die mit seinem Geist getauft sind und ihm nachfolgen wollen." Daher sieht Herrmann "die Krise der Kirche nicht in erster Linie in der Struktur der Ämter, sondern in der Nachfolge". "Wenn wir als Christen das Ansehen der Kirche wieder retten wollen, dann müssen wir dort anfangen, wo Jesus begonnen hat: (...) Sie dienen immer den Menschen in Not. Wer sie übersieht, blickt nicht auf die Wurzeln des Christentums und lebt nicht aus ihnen."