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Meditation zum 5. Fastensonntag 2022

Jesus schreibt zunächst unbeteiligt in den Sand, als die Pharisäer fragen, was sie mit der Ehebrecherin tun sollen. Dartsellung nach Joh 8, 1-11 am Portal der Beichtkapelle Kevelaer (Ausschnitt) geschaffen vom Künstler Roland Friederichsen.
Datum:
Veröffentlicht: 3.4.22
Von:
Klaus-Stefan Krieger

In der Meditation zum 5. Fastensonntag betont Geistlicher Beirat Konrad Herrmann die Bedeutung des Ortes: Im Johannesevangelium fällt in der Episode mit der Ehebrecherin der bekannte Satz "Jesu Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." Auf en Satz hin verlassen alle Pharisäer den Ort. "Jesu blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand." Jesus stand mit der Frau alleine da. Dennochheißt es: Die Frau stand in der Mitte. Laut Herrmann steht in der Mitte das, was das Zentrum des Glaubens ausmacht. "Die Pharisäer stellen die Beobachtung des Gesetzes in die Mitte. Doch bei Jesus steht immer der Mensch im Mittelpunkt." Denn für Jesus steht die Barmherzigkeit vor dem Gesetz. Herrmann folgert: "Ob dieses Gesetz der Barmherzigkeit in der Gegenwart 'in der Mitte' unserer Urteile steht, die wir im Alltag über alle mögliche Leute sprechen, ist die Herausforderung."