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Führungskräftetagung Kloster Speinshart

Führungskräftetagung Kloster Speinshart
Datum:
Veröffentlicht: 12.10.26
Von:
Walter Pfender
 

Presseinformation 4-2026  –  2. Oktober 2026

Künstliche Intelligenz braucht menschliche Verantwortung

KKV und ADK diskutieren in Speinshart über Chancen und Grenzen des technologischen Wandels

Speinshart. Wie kann Künstliche Intelligenz dem Menschen dienen, ohne seine Freiheit, Verantwortung und Selbstbestimmung zu schwächen? Dieser Frage widmete sich ein gemeinsames gesellschaftspolitisches Fortbildungsseminar des KKV – Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, Landesverband Bayern, und der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft Demokratische Kreise (ADK) im Kloster Speinshart.

Unter dem Leitgedanken „Katholische Verbandsarbeit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ diskutierten Führungskräfte und Multiplikatoren aus der Verbandsarbeit die Folgen der Digitalisierung aus wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und christlich-ethischer Sicht. Geleitet wurde die Tagung gemeinsam von KKV-Landesvorsitzendem Prof. Georg Steiner und Udo Schuster, Geschäftsführer der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft Demokratische Kreise. Dr. Adrian Roßner, CEO des Speinshart Scientific Center for AI and SuperTech, stellte das Konzept des Wissenschaftszentrums vor, das technologische Spitzenforschung mit gesellschaftlicher und ethischer Reflexion verbinden will. Prof. Dr. Günter Leugering, wissenschaftlicher Direktor des Zentrums, betonte, dass technische Leistungsfähigkeit nicht automatisch menschlichen Fortschritt bedeute. Technik müsse unterstützen, dürfe aber Eigenständigkeit und Urteilskraft nicht ersetzen. Als Leitgedanke formulierte sich: „So viel Unterstützung wie nötig – so viel Eigenaktivität wie möglich.“ Eine christliche Perspektive brachte Abt em. Hermann Josef Kugler ein. Maßstab jeder technischen Entwicklung müsse die Würde des Menschen bleiben. Künstliche Intelligenz könne Daten verarbeiten und Fähigkeiten simulieren, besitze aber weder Gewissen noch persönliche Verantwortung. Bei folgenreichen Entscheidungen müsse deshalb der Mensch das letzte Wort behalten. Dabei sei die erst Enzyklika von Papst Leo XIV. „Magnifica humanitas“ eine wertvolle Leitlinie, die auch auf breite gesellschaftliche Anerkennung gestoßen ist. Der Journalist und Publizist Michael G. Möhnle beleuchtete die gesellschaftlichen und demokratischen Folgen der Digitalisierung. Dabei standen unter anderem die Macht großer Technologiekonzerne, Veränderungen der Arbeitswelt sowie KI-generierte Falschinformationen und Deepfakes im Mittelpunkt. Digitale Bildung werde deshalb immer wichtiger für gesellschaftliche und demokratische Teilhabe.

Die Beiträge führten zu einer gemeinsamen Kernfrage: Wie kann der Mensch die Technik gestalten, ohne selbst von ihr beherrscht zu werden? Mit der gemeinsam veranstalteten Tagung machten KKV und ADK deutlich, dass technischer Fortschritt an Menschenwürde, Freiheit, Verantwortung, Solidarität und Gemeinwohl ausgerichtet werden muss. Die zentrale Botschaft der Tagung: Die Technik hat keine eigene Vorstellung davon, was ein gutes Leben ist. Diese Entscheidung bleibt dem Menschen vorbehalten.

Unser Bild zeigt die Teilnehmer der Tagung zusammen mit ADK-Geschäftsführer Udo Schuster (4.v.l.) sowie daneben Abt em. Hermann Josef Kugler und KKV-Landesvorsitzender Prof. Georg Steiner

Rückfragen bitte an Prof. Georg Steiner KKV-Landesvorsitzender

Georg.Steiner@gmx.net, Tel. 0152 54787630